Betrieb
Bevor Sie Daten über ein LoRaWAN®-Netz übertragen können, muss das Modul personalisiert und aktiviert werden. Dies kann auf zwei verschiedene Arten für LoRaWAN® erfolgen: Over-the-air-Aktivierung (OTAA) oder Aktivierung durch Personalisierung (ABP). Aus Sicherheitsgründen empfiehlt Elvaco, möglichst OTAA zu nutzen. Hierbei werden alle Netzwerkschlüssel bei jeder Verbindung des Moduls mit dem LoRaWAN®-Netzwerke generiert. Bei ABP hingegen werden die Schlüssel manuell erstellt und bleiben unverändert.
Bevor das Modul Nachrichten im LoRaWAN®-Netzwerk übertragen kann, müssen im Netzwerkserver Informationen zum Gerät eingerichtet werden. Damit der Netzwerkserver Nachrichten des Moduls empfangen kann, müssen folgende Parameter registriert werden:
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Geräte-EUI |
16-stellige eindeutige Modul-Identifikationsnummer. Sie ist nicht konfigurierbar. |
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Anwendungsschlüssel |
Der Anwendungsschlüssel jedes Geräts wird von Elvaco generiert und im OTAA-Modus dazu genutzt, bei jeder Verbindungsherstellung mit dem LoRaWAN®-Netzwerk einen Netzwerkschlüssel zu generieren. Diese Codes werden mithilfe der OTC-Lösung (One Touch Commissioning) von Elvaco sicher verwaltet, zu der auch mobile App für die Konfiguration gehört. |
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JoinEUI |
Legt die Identifikationsnummer des Join-Servers fest. Die Identifikationsnummer ist bei allen Geräten auf einen Standardwert eingestellt. Der Standardwert ist in den Konfigurationsoptionen von Elvaco OTC angegeben. |
Wenn der Aktivierungsmodus auf ABP eingestellt ist, muss der Anwendungsschlüssel nicht zum Netzwerkserver hinzugefügt werden. Stattdessen werden die folgenden Informationen benötigt:
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Netzwerk-Sitzungsnummer |
Wird sowohl vom Modul als auch vom Netzwerkserver verwendet. |
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Anwendungs-Sitzungsnummer |
Wird für die Ver- und Entschlüsselung von Nutzdaten verwendet. |
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Geräteadresse |
Eindeutiger Bezeichner des Moduls. |
Tipp
Wenn das Modul im Zähler installiert ist, ist das NFC-Feld am einfachsten zugänglich, wenn Sie Ihr Smartphone im unteren Bereich auf der rechten Seite des Zählers platzieren.
Mit dem Übertragungsintervall wird festgelegt, wie oft das Modul Daten auf dem LoRaWAN®-Netzwerk senden soll. Der Parameter kann auf einen Wert zwischen 5 und 1440 Minuten eingestellt werden (d. h. zwischen 5-Minuten-Werten und Tageswerten). Es ist möglich, das Übertragungsintervall festzulegen, aber für batteriebetriebene Geräte, bei denen die Lebensdauer der Batterie kritisch ist, empfiehlt Elvaco die Verwendung der EcoMode-Funktion, die das Übertragungsintervall an die vorherrschenden Funkbedingungen anpasst.
Die resultierende EcoMode-Tabelle hängt auch vom gewählten Nachrichtenformat ab. Wenn ein Multitelegramm wie der Tarif Scheduled Extended+ oder Scheduled Daily Redundant ausgewählt wird, erhöht sich das zulässige Übertragungsintervall, da mehr Daten gesendet werden müssen. Die folgenden Tabellen zeigen die Übertragungsintervalle für verschiedene Datenraten und Einzel-
Anmerkung
In diesem Fall bestehen Multi-Telegramme aus zwei Telegrammen, was erklärt, warum die EcoMode-Sendeintervalle verdoppelt werden. Derzeit sind im Produkt keine Nachrichtenformate implementiert, die zwei Telegramme überschreiten
Tabelle 153. EcoMode-Übertragungsintervall für verschiedene Datenraten unter Verwendung von Einzeltelegramm-Nachrichtenformaten
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Datenrate |
Übertragungsintervall |
|---|---|
|
DR0 |
60 Minuten |
|
DR1 - DR2 |
30 Minuten |
|
DR3 - DR5 |
15 Minuten |
Tabelle 154. EcoMode-Übertragungsintervall für verschiedene Datenraten unter Verwendung von Multi-Telegramm-Nachrichtenformaten
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Datenrate |
Übertragungsintervall |
|---|---|
|
DR0 |
120 Minuten |
|
DR1 - DR2 |
60 Minuten |
|
DR3 - DR5 |
30 Minuten |
Anmerkung
Bei geplanten Nachrichtenformaten liegt die praktische Mindestgrenze immer bei 60 Minuten.
Wenn das Sendeintervall auf einen festen Wert eingestellt werden muss, kann der EcoMode deaktiviert werden. Verwenden Sie die Elvaco OTC App, um das Sendeintervall zu konfigurieren.
In einigen Fällen kann es notwendig sein, die Anzahl der Telegramme zu begrenzen, die das Modul pro Tag senden darf. Mit Hilfe des MaxDTx-Parameters kann ein solcher Grenzwert einfach eingestellt werden. Wenn beispielsweise MaxDTx auf „24“ eingestellt wird, werden pro Tag nicht mehr als 24 Telegramme gesendet (unabhängig von der Datenübertragungsrate).
Tabelle 155. Beispiele für die Einstellung von MaxDTx
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Wert von MaxDTx |
Maximales Übertragungsintervall |
|---|---|
|
1 |
Einmal täglich |
|
24 |
Einmal stündlich |
|
48 |
Einmal halbstündlich |
|
96 |
Einmal viertelstündlich |
Anmerkung
Zum Erreichen einer Batterie-Lebensdauer von 16 + 1 (Lagerungs-)Jahren, darf der Parameter MaxDTx auf einen Wert von höchstens 9 eingestellt werden.
Das Modul ist auf die Uhr des Zählers angewiesen, um die Zeit zu halten. Es wird davon ausgegangen, dass die Zeit im Zähler in der Standard-Ortszeit (keine Sommerzeit) angegeben ist. Bei der Zeitsynchronisation im Zähler-mit der Elvaco OTC-App wird immer die lokale Standardzeit verwendet, auch wenn die Sommerzeit in Kraft ist. Die vom Modul gesendeten zeitgestempelten Zählerdaten können durch Angabe des Konfigurationsparameters "UTC-Offset" so eingestellt werden, dass sie in UTC gesendet werden. Der UTC-Offset wird vor der Übertragung vom Zeitstempel abgezogen. Wenn sich der Zähler in Schweden befindet, wo die MEZ (mitteleuropäische Zeit) gilt, sollte der UTC-Offset auf +60 (+1h) eingestellt sein. In diesem Fall wird um 12.00 Uhr ein Telegramm mit dem Zeitstempel 11.00 gesendet, da dies die entsprechende UTC-Zeit ist. Ein Zähler in New York (USA) sollte einen UTC-Offset von „-300“ (-5h) haben usw. Ein UTC-Offset von „0“ bedeutet, dass die Zählerzeit unverändert verwendet wird.
Wenn der Zähler auf Sommerzeit eingestellt ist, wird dies vom Modul ignoriert und die Standardzeit verwendet. Daher kann es sein, dass die Uhrzeit auf dem Display des Zählers nicht mit der Uhrzeit im Telegramm oder in der Elvaco OTC-App übereinstimmt.
Die ADR ist Teil des LoRaWAN®-Standards; hierbei bestimmt der Netzwerkserver basierend auf den aktuellen Signalbedingungen die optimale Kommunikationsrate für das Modul. Unter den besten Funkbedingungen nutzt das Modul seine höchste Datenübertragungsrate (DR5), um höchste Energieeffizienz zu bieten. Bei schlechten Signalbedingungen senkt der Netzwerkserver schrittweise die Datenübertragungsrate, bis er die Meldung empfangen kann. Bei niedriger Datenübertragungsrate steigt der Energieverbrauch pro Telegramm.
Alle nach dem M-Bus-Standard kodierten Nachrichtenformate haben die folgende Struktur. Jedes Telegramm beginnt mit einem Byte, welches das Meldungsformat angibt. Danach folgt eine Sequenz von Dateninformationsblöcken (DIBs). Daten und Struktur der DIBs hängen vom eingestellten Meldungstyp ab. Jeder DIB enthält ein Dateninformationsfeld (DIF), ein Werteinformationsfeld (VIF) und ein Datenfeld (DATA), in dem die aktuellen Inhalte abgelegt sind.
M-Bus-Nachrichtenstruktur
Anmerkung
Bei Verwendung des Nachrichtenformats JSON werden die Daten als Klartext und nicht entsprechend der oben dargestellten M-Bus-Struktur dargestellt.
Das Produkt hat eine Konfigurationssperre, die verhindert, dass Unbefugte Zugriff auf das Modul erhalten. Wenn die Konfigurationssperre aktiviert wurde, wird ein gerätespezifischer Produktzugangsschlüssel benötigt, um auf das Gerät zuzugreifen. Schlüssel werden mithilfe der OTC-Lösung von Elvaco sicher verwaltet, die für die Konfiguration auf die App zurückgreift.
Anmerkung
Einzelheiten zur Sicherheits- und Zugriffssteuerung des Produkts erfahren Sie in der Dokumentation der Ein-Klick-Inbetriebnahme (One-Touch Commissioning – OTC) auf der Elvaco-Website.
Wenn CMi4110 nicht mit dem UH50/UC50 kommunizieren kann, wird an das LoRaWAN®-Netzwerk eine Fehlermeldung übertragen. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Beschreibung der Fehlermeldung für jeden Meldungstyp.
Tabelle 156. Fehlermeldung zur Kommunikation des Messgerätes
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Meldungstyp |
Fehlermeldung |
|---|---|
|
Standard |
0E00 |
|
Compact |
0E00 |
|
JSON |
{ } |
|
Scheduled-daily redundant |
0E00 |
|
Scheduled – extended + |
0E00 |
|
Compact tariff |
0E00 |
-
Halten Sie die Drucktaste 5–15 Sekunden gedrückt.
-
Lassen Sie die Taste los, wenn die grüne LED aufleuchtet.
-
Halten Sie die Drucktaste 15–20 Sekunden gedrückt.
-
Lassen Sie die Taste los, wenn die rote LED aufleuchtet.
In den seltenen Fällen einer nur noch schwachen Batterie führt das Modul einen Softstart durch, damit es auch bei knapper Stromversorgung hochfahren kann. Der Softstart dauert bis zu 10 min. Bis zum Abschluss des Hochfahrens blinkt die rote LED alle 10 Sekunden kurz.
LED-Anzeigen beim Softstart des Moduls
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